Eingewöhnungsphase

Die Eingewöhnung: so fängt alles an


Ich baue die Eingewöhnung in mehreren Schritten auf. Grundsätzlich gilt für die Eingewöhnung in die neue Umgebung: Ein Gegenstand, der nach "Zuhause" riecht (Schnuffeltuch, getragenes T-Shirt) kann die Eingewöhnung für euer Kind erleichtern. Insbesondere bei den ersten Schlafversuchen ist es für Kinder meist sehr hilfreich, sich darin einzukuscheln.


Die Länge der Eingewöhnung

Stark gebundene Kinder (häufiger Blickkontakt zu euch, heftiges Weinen beim Verlassenwerden und offene Annäherung/Körperkontakt bei eurer Wiederkehr) brauchen eine längere Eingewöhnungszeit von zwei bis drei Wochen. Weniger gebundene Kinder benötigen eher eine kürzere Eingewöhnungszeit von ca. einer bis eineinhalb Wochen.


Eingewöhnungsphase

An den ersten Tagen kommt ihr und euer Kind für ein bis zwei Stunden zu mir. Ich versuche dabei vorsichtig, über Spielangebote Kontakt zu euerm Kind aufzubauen.  Ihr als Eltern verhaltet euch dabei passiv, aber aufmerksam gegenüber den Signalen eures Kindes. Ihr seid für euer Kind der „sichere Hafen“, d. h. ihr folgt euerm Kind zwar nicht, seid aber immer gut erreichbar und aufmerksam. Es finden noch keine Trennungsversuche statt. Die Pflegeroutinen (Wickeln, Umkleiden) vollzieht ihr.


Übergangsphase

Nach den ersten Tagen entfernt ihr euch nach einiger Zeit aus dem Raum/der direkten Nähe, nachdem ihr euch von euerm Kind verabschiedet habt. Lässt sich euer Kind schnell von mir beruhigen oder ist es eher gleichmütig, wird die erste Trennungsperiode etwa 30 Minuten betragen. Wirkt das Kind hingegen verstört oder beginnt zu weinen ohne sich schnell trösten zu lassen, so wird die Trennung nicht länger als zwei bis drei Minuten betragen. Wir gehen dabei ganz individuell auf euer Kind ein und passen die Eingewöhnung an das Geschehen an. Das kindliche Verhalten in dieser Situation hat erfahrungsgemäß einen gewissen Voraussagewert für den weiteren Verlauf der Eingewöhnung.


Stabilisierungsphase

In dieser Phase übernehme ich zunehmend – erst in euerm Beisein, danach mehr und mehr alleine – die Versorgung eures Kindes (Füttern, Wickeln etc.). Ich biete mich nun auch gezielt als Spielpartner an und steuere aktiv die Einbindung in die Gruppe. Die Trennungszeiten werden, unter Beachtung der Bedürfnisse eures Kindes, ab dann täglich verlängert. Fällt eurem Kind die Trennung noch sehr schwer, warten wir ggfs. bis zur zweiten Woche mit der Erhöhung der Trennungszeit.


In dieser Phase erfolgen auch die ersten Schlafversuche und werden entsprechend in Begleitung mit euch gestaltet.


Alle Pflege- und Routineaktivitäten führe ich mindestens einmal gemeinsam mit euchdurch. Auf diesem Weg erfährt das Kind, dass diese Situationen auch zum Alltag in der Tagespflegestelle gehören. Es bietet mir zudem die Möglichkeit, mich mit euch über die bestimmte Routinen auszutauschen, um es euerm Kind später so angenehm und einfach wie möglich zu machen.


Der weitere Verlauf der Eingewöhnung richtet sich nach dem Verhalten eures Kindes. Wenn sich euer Kind in der Trennungssituation von mir trösten lässt und in der Zeit ohne euch neugierig und aktiv an der Umgebung und mir bzw. den anderen Kindern interessiert ist, ist die Eingewöhnung abgeschlossen.


Schlussphase

In der Schlussphase der Eingewöhnung seid ihr nicht mehr vor Ort anwesend, jedoch jederzeit für Notfälle erreichbar. Ich werde nun als „sichere Basis“ von euerm Kind akzeptiert. Es ist nun für mehrere Stunden täglich bei mir, hat den Alltag kennen gelernt und ist dabei, sich rundum wohl zu fühlen.

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